Was du nicht willst ….

was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Den Spruch werden die meisten kennen. Es liegt Sinn darin und meint: behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Mit dieser Volksweisheit bin ich aufgewachsen und dachte auch immer, dass darin eine gute Wahrheit steckt und dass man damit sicher nichts falsch machen kann, wobei „Nichts falsch machen wollen“ wirklich symptomatisch für meinen ganzen Lebensweg war. Ein angestrengtes „Nichts falsch machen“ wollen. Aber zurück zum Satz, denn bei genauerer Betrachtung kann es dabei nur um so ganz rudimentäre Dinge gehen die eine breite Masse der Menschen als unfein bezeichnen würde. Man möchte z.B. nicht beklaut und überfallen werden, nicht aus einer Gemienschaft ausgeschlossen werden. Alles Dinge, von denen eigentlich jeder weiß, dass es für einen anderen zumindest ärgerlich sein könnte.

Aber wie ist es damit im Detail? Woher will ich denn wissen, ob der andere genauso behandelt werden möchte, wie ich es mir für mich selber wünschen würde? Genau das sagte neulich mal jemand iwo im Internet oder TV und meinte ergänzend, dass man besser daran täte, einen anderen so zu bhandeln, wie er behandelt werden möchte.

Hm. Ja klar, ich möchte natürlich auch so behandelt werden, wie ich es mir wünsche. Aber ist das dann auch immer das, was ich brauche und was mir gut tut? Heißt das dann nicht am Ende, dass jeder sein Ego gestreichelt bekommen möchte? Macht für mich keinen Sinn. Auch würde man dabei Gefahr laufen wohlmöglich von Schleimern oder Manipulierern umgeben zu sein – nein Danke. Ich halte es lieber mit „würde jeder für sich seöber sorgen, wäre für alle gesorgt.“

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