Und manchmal holt es mich dann doch ein. Ich sehe meine kleine Mama in ihrem Bett im Pfegeheim liegen. Sie sieht aus, wie sie immer ausgesehen hat, wenn es ihr nicht gut ging. Sie hatte dann die Augen geschlossen, atmete kaum hörbar ein, aber pustete laut aus. Manchmal gefolgt von einem kleinen Rülpser.
„Mama, was hast du denn? kann ich was für dich tun?“ höre ich mich fragen – so wie damals, als sie mit einer Rippenfellentzündung und hohem Fieber im Bett lag.
„Ach lass man, das wird schon wieder“, hat sie gesagt, sich ein wenig auf den Rücken gedreht und mit einer Hand über die schweißnasse Stirn gestrichen. „Geh ruhig, lass mich.“
Dieses Mal ist es aber nicht wieder geworden. es war kein Fieber, keine Halsweh, keine Grippe, es war für immer- Du bist gegangen und kommst nicht mehr zurück. Und dann sehe ich dich, wie du tapfer auch deinen letzten Weg angetreten hast. Augen geschlossen und ein bisschen gepustet. Und Schritt für Schritt, Stunde um Stunde der Welt entglitten bist.
„Mama …“ möchte fragen, „hat es sehr weh getan, das Sterben?“
„Ach geh nur, lass mich, das wird schon wieder.“
Ich glaube du hast recht.
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